Stell dir mal vor, auf dich kommen Kund:innen zu, die sich genau das von dir wünschen, was du am liebsten anbietest. Ja, genau: Manchmal passiert das. Und oft nicht.

Ist dir klar, woran das liegt?

Zielgruppe.

Du brauchst eine klare Zielgruppe.

Sorry, klingt super unsexy, ich weiß. Doch eins muss dir klar sein:
Eine eindeutige Zielgruppe sorgt dafür, dass du…

۞ … als Expert:in für deinen Bereich wahrgenommen wirst.
۞ … genau die richtigen und zu dir passenden Personen in dein Feld ziehst.
۞ … effektiv und zeitsparend Content erstellen kannst, der deine Kund:innen wirklich anspricht.
۞ … langfristig eine Personal Brand aufbauen kannst.

Wie Klarheit über deine Zielgruppe dein Marketing aufwertet

 

Sagen wir mal, du weißt jetzt genau, wer deine Zielgruppe ist:
Du hast nen Plan, wie du sie ansprichst, was sie braucht und wie du ihr helfen kannst.

Klingt ganz passabel, oder?

Ist dir bewusst, dass es deinen Marketingprozess sowie deinen gesamten Außenauftritt extrem vereinfacht, wenn du deine Zielgruppe definiert hast?
Ist ja klar: Wenn du weißt, wen du ansprichst, bist du viel deutlicher in deinem Ausdruck. Du thematisierst die Wünsche und Herausforderungen deiner Kund:innen.

Die traurige Wahrheit: Viele Selbstständige und Freiberufler:innen kennen ihre Zielgruppe nicht.

۞ Du bist Texterin? Cool! Für wen und über welche Themen möchtest du denn Texte schreiben?

۞ Du bist Social Media Managerin? Super! Welche Branchen unterstützt du denn und mit wessen Philosophie kannst du dich identifizieren?

Ich kenne die Herausforderungen, seine Zielgruppe zu „finden“ sehr gut. Daher habe ich dir heute eine Übersicht mitgebracht, sodass du mithilfe dieses Blogbeitrags deine Zielgruppe definieren kannst!

 Was ist die Zielgruppe?

Ohne beim Urschleim beginnen zu wollen, möchte ich vorab klären, was eine Zielgruppe meiner Meinung nach überhaupt ist.

Denn du bist auf diesem Blogbeitrag gelandet, weil du selbstständig oder freiberuflich tätig bist und unter anderem online auf dich und deine Leistungen und Produkte aufmerksam machen möchtest. Stimmt’s?

Vielleicht bist du schon eine ganze Weile dabei und spürst, dass du dich stark veränderst und befindest dich in einem Neu-Positionierungsprozess. Hey – I feel you!

Oder du startest zurzeit nebenberuflich und versuchst einen Überblick zu gewinnen über das, was du wirklich benötigst, um Kund:innen anzuziehen.

In beiden Fällen: Lies auf jeden Fall weiter, denn es warten großartige Tipps auf dich, die dich sofort nach vorne bringen!

Menschen, denen du weiterhelfen kannst

Deine Zielgruppe ist die Personengruppe, die dein Angebot braucht und will!
Es handelt sich um eine Gruppe an Menschen, die bestimmte Eigenschaften teilt und ähnliche Merkmale aufweist.

Eine Zielgruppe kann natürlich verschiedene Größen haben. Es ist sehr wertvoll, die Personen deutlich vor Augen zu haben, denen du etwas anbieten und verkaufen möchtest. Warum das so ist? Ich zeige es dir:

Beispiel:
۞ Sagen wir mal du bist Yogalehrerin. Deine Zielgruppe: Prinzipiell alle Menschen, die Lust haben, sich zum natürlichen Atem zu bewegen und Interesse an dem Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele haben.

۞ Als nächstes nehmen wir mal an du bist Vinyasa-Yogalehrerin für Frauen im ersten Schwangerschafts-Trimester.

Huch – was ist hier passiert? Auf einmal ist deine Zielgruppe deutlich eingegrenzt.

Also:
Menschen, die Lust auf Yoga haben Frauen, die Lust auf Yoga haben  schwangere Frauen, die Lust auf Yoga haben  schwangere Frauen im ersten Drittel der Schwangerschaft, die Lust auf Yoga haben.

Tatsache ist: Du kannst die letztere Zielgruppe viel klarer ansprechen. Du kannst ihre Bedürfnisse viel deutlicher erkennen und darauf eingehen. Du kannst dich viel leichter in sie und ihre Wünsche hineinversetzen.

Werde von deiner Zielgruppe als Expert:in wahrgenommen

Was du jetzt vielleicht denkst: „Oh nein, dabei schließe ich ja Menschen von meinem Angebot aus und dann können mich nicht mehr so viele buchen!“

Was jedoch wirklich geschieht: Deine innere Ausrichtung ist klar auf die Personen gerichtet, die bestimmte Lebensumstände, Herausforderungen und Gedanken haben.

Ja, andere Personengruppen sind möglicherweise nicht mit inkludiert. Doch der Vorteil: Deine ausgewählte Personengruppe nimmt dich als Expert:in wahr auf deinem Gebiet, weil du sie so gut kennst und genau auf ihre Themen zu sprechen kommst.

Diese Personen lesen deine Websitetexte, deine Blogartikel, deinen Content bei Social Media und spüren, dass du direkt mit ihnen sprichst.

Dieses Beispiel dient der Veranschaulichung einer Zielgruppendefinition. Du musst dich natürlich nicht in so einer kleinen Nische positionieren, um Expert:in zu sein. Doch dazu mehr in einem anderen Blogartikel.

Halten wir fest: Zielgruppe = Gruppe an Menschen, die ähnliche Merkmale und Eigenschaften haben und deren Herausforderungen du mit deinem Angebot lösen kannst.

Zielgruppe gezielt ansprechen mit passender Kudnenansprache

Wie findest du deine Zielgruppe?

Als Erstes ist es wichtig, dich von dem Wort „finden“ zu lösen. Denn es impliziert, dass du suchst.

Wie wäre es, wenn du deine Zielgruppe bestimmst? Richtig: Natürlich nicht ganz willkürlich und vor allem mithilfe deiner eigenen smarten Entscheidung.

Zielgruppe definieren:
Von „ich spreche alle an“
zu „wem kann ich am besten helfen?“

Was viele denken: In Deutschland leben etwa 83 Millionen Menschen. Also ist es klug, so viele wie möglich von dieser Personengruppe anzusprechen.
Also: „Je größer meine Zielgruppe desto mehr Kund:innen gewinne ich.“
Hmm. Wirklich?

Du merkst schon: Das sind zu viele. Wir sind unterschiedlich. Je mehr Personen du ansprechen möchtest, desto weniger eindeutig sind deine Botschaften.

Dein Angebot soll für alle passen? Geht das überhaupt? Kaufen Männer wirklich auslaufsichere Tampons mit gestreiften Einhörnern auf der Packung oder ist hier eine Eingrenzung auf eine bestimmte Gruppe von Frauen sinnvoll?

Ich weiß, das war jetzt ein spitzes Beispiel. Doch du verstehst, was ich meine.

Was du machen kannst: Finde wichtige Eigenschaften, Ziele, Bedürfnisse, Verhaltensweisen der Menschen heraus, mit denen du arbeiten möchtest.
Hier könnte ich jetzt riiichtig weit ausholen (sorry – Lieblingsthema…), doch ich möchte dir heute kurz und knackig ein paar Schritte mit an die Hand geben:

4 Schritte, um deine Zielgruppe herauszufiltern:

 

Schritt 1:
Mit wem willst du nicht arbeiten?

Schritt 2:
Frag dich: Was bewegt diese Personen, die dein Produkt / deine Dienstleistung benötigen?

Schritt 3:
Fühl dich in deine Kund:innen hinein:
Wie fühlt es sich an, den Tag so zu erleben, wie sie?

Schritt 4:
Schnapp dir einen Zettel und einen Stift und schreib einfach mal drauf los mithilfe der folgenden Fragen. Hab deine Tätigkeit und Leistung dabei im Kopf und vor allem die Transformation, die deine Kund:innen bei dir oder mit deiner Hilfe erleben:

۞ Wie fühlen sie sich?
۞ Was wollen sie?
۞ Wo stehen sie, wenn DU sie abholst?
۞ Was sind ihre Bedürfnisse, Probleme und Ängste?
۞ Wo bringst DU sie mit deinem Produkt hin? (Was ist ihre Veränderung?)

Wichtig: Mach das wirklich. Schreib dir das auf. Egal ob händisch oder am Laptop. Diese Arbeit wird sich für dich auszahlen, denn du bekommst einen viel klareren Blick auf deine Zielgruppe.

So kannst du deine Zielgruppe erreichen mithilfe deines Marketings

 

Mein Tipp: Hol deine Kund:innen mit deiner Kommunikation und deinem Angebot genau da ab, wo sie sich momentan befinden. Lass dich auf ihr Tempo und ihre Bedürfnisse ein.

Gut zu wissen: Menschen kaufen häufiger das, was sie wollen und nicht das, was sie brauchen. Was WOLLEN sie unbedingt?

Erfülle also ihr Begehren und ihre Wünsche mit deinem Produkt und erzähl ihnen davon mithilfe deines Marketings: Website, Blog, Social Media Kanäle,…

Erst jetzt steigst du tiefer ein mit deiner Marketingstrategie:
۞ Welche Keywords sind es, die deine Zielgruppe bei Google eingibt?
۞ Welche Hashtags nutzen sie bei Instagram?
۞ In welchen Gruppen tummeln sie sich bei LinkedIn?
Und so weiter…

Fazit: Die Zielgruppendefinition ist Teil deiner Unternehmensgrundlage

 

Ich freue mich so sehr, dass du kompromisslos bist, was dein Businessfundament angeht.
Du weißt: Die Zielgruppe ist ein wichtiger Baustein davon. Gut, dass du diese Schritte gehst und dir überlegst, für wen du bist und für wen eben nicht.

Mithilfe dieser wichtigen Vorarbeit verschaffst du dir immense Vorteile in deinen nächsten Steps. Kundenansprache. Skalierung. Produktentwicklung. Feinjustierung. Preiserhöhungen.

Ich wünsche dir ganz viel Erfolg beim Definieren deiner Zielgruppe!

Was ist deine größte Herausforderung in dieser Übung? Erzähl mir gern davon in den Kommentaren.

Alles Liebe,
Brigitte